US-Botschafterin bei UNO relativiert Trumps Dialogbereitschaft gegenüber Kim

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Zugleich bekräftigte der Präsident seine Überzeugung, dass es ohne seine eigene harte Haltung gegenüber Pjöngjang keine Gespräche zwischen den beiden Koreas geben würde.

Dennoch einigten sich die Vertreter der beiden verfeindeten Nachbarländer auf weitreichende Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Beziehungen.

Trump hatte am Samstag bei einer Pressekonferenz in Camp David auf die Frage, ob er ein Telefonat mit Nordkoreas Staatschef führen würde, geantwortet: "Natürlich würde ich das tun, ich habe überhaupt kein Problem damit".

Die Spannungen in der Region haben sich im vergangenen Jahr nach zahlreichen Raketentests Nordkoreas und einem weiteren Atomversuch deutlich verschärft. Zuvor müssten aber noch "viele Dinge passieren". Nordkorea will unter anderem eine hohe Delegation und Sportler zu den Spielen zwischen dem 9. bis zum 25. Februar entsenden. Trump unterstrich aber zugleich, dies bedeute nicht, dass er ein solches Gespräch ohne Vorbedingungen führen würde. Nordkorea müsse zunächst einmal mit seinen Atom- und Raketentests aufhören und sich zu Gesprächen über einen Verzicht auf seine Atomwaffen bereit erklären. US-Präsident Donald Trump habe "viel dafür getan", dass die Gespräche mit Nordkorea überhaupt zustande gekommen seien.

Das Thema "Denuklearisierung" war einer der Streitpunkte beim ersten Treffen hochrangiger Vertreter Nord- und Südkoreas seit mehr als zwei Jahren am Dienstag in der der Grenzstadt Panmunjom. Südkorea schickt ebenfalls eine fünfköpfige Abordnung, die von Vereinigungsminister Cho Myoung Gyon geleitet werden soll. Laut einem Fernsehbericht soll der nordkoreanische Delegationsleiter Ri Son Gwon seinen Unmut über die Erwähnung des Wortes durch die südkoreanische Delegation geäußert haben. Das sagte Chang laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo auf dem Flughafen in Peking.

Der Präsident Südkoreas nennt die jüngste Annäherung der beiden koreanischen Staaten einen guten Start. Der Konflikt auf der seit 1953 geteilten Halbinsel hatte sich in den vergangenen Monaten zugespitzt.

Seit Jahresbeginn kam jedoch Bewegung in den Konflikt, nachdem Kim in seiner Neujahrsansprache Dialogbereitschaft mit dem Süden signalisiert hatte. Die USA und Südkorea erklärten, während der Olympischen Winterspiele auf eine gemeinsame Militärübung zu verzichten.

Der isolierte Norden kündigte derweil an, "wahrscheinlich" an den Olympischen Winterspielen in Südkorea teilzunehmen. Es müsse dafür gesorgt werden, dass durch die vereinbarte Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen im Februar im südkoreanischen Pyeongchang nicht gegen die vom UN-Sicherheitsrat verhängten Sanktionen gegen Nordkorea verstoßen werde, sagte die Sprecherin des Außenministeriums in Washington, Heather Nauert.

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