Rhein-Hochwasser in Deutschland auf Höhepunkt

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Die Hochwasserlage in Rheinland-Pfalz hat sich weiter entspannt.

Auf dem Rhein dürfen zwischen Duisburg und Koblenz keine Schiffe mehr fahren. An der Moselmündung in Koblenz wurde laut Feuerwehr der dritte Abschnitt einer knapp vier Kilometer langen mobilen Hochwassermauer abgebaut.

Auch die Luxemburger Behörden melden auf der Website der Moselkommission: Die Hochwassermarke III wurde an den Pegeln Grevenmacher Wellen und Stadtbredimus-Palzemam Dienstagmorgen unterschritten. Vor allem am Main und an der Lahn bei Gießen sanken die Pegelstände. Die Vorhersage des Deutschen Wetterdiensts macht allerdings Hoffnung. Am Dienstag könnte der Pegel in Trier bereits unter sieben Metern liegen: "Dann wird voraussichtlich auch die Schifffahrt wieder möglich sein". Doch so hoch stieg der Rhein nicht an.

Am Montagmorgen rechnete man bis zu diesem Zeitpunkt mit einem höchsten Wasserstand von 8,42 Meter. Eine erste Bilanz der Feuerwehr, die die Wand aufgebaut hatte, fällt positiv aus.

"Dann wird es etwas stagnieren und im Laufe der nächsten Tage wieder sinken", sagte Rafael Vedder, Leiter der Hochwasserschutzzentrale. Die Anwohner seien glücklich: "Sie hätten sonst nasse Füße bekommen und hätten Sachen wegräumen müssen."Die Mauer schützt drei Stadtteile".

Auch der öffentliche Nahverkehr in Koblenz hat sich normalisiert. Mehrere Strecken blieben allerdings auch am Dienstag verkürzt. Auch am Rhein ging der Wasserstand stellenweise zurück, nachdem in der Nacht zum Montag im Rheingau noch ein Höchststand von rund fünf Metern gemessen worden war. Das waren 20 Zentimeter weniger als noch am Montagmorgen.

Auch an den Nebenflüssen wie der Mosel entspannt sich die Lage. "Unsere Leute können endlich wieder ruhen".

Am Wochenende knackte das Hochwasser auch in Düsseldorf die Acht-Meter-Marke.

Am Wochenende wurden besonders an der Mittelmosel Straßen überflutet, Wasser drang in Keller und Häuser ein. "Wir fangen jetzt langsam an mit dem Saubermachen", sagte der Bürgermeister von Ürzig im Kreis Bernkastel-Wittlich, Arno Simon, am Montag.

Trier: Auch an der Mosel atmen die Menschen langsam auf. Befürchtungen eines Anstiegs auf über neun Meter hatten sich nicht bewahrheitet.

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