Qualifikation verpasst: Björndalen droht Olympia-Ko

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"Ich spüre einen sehr großen Druck". "Der Kannibale", wie Björndalen genannt wird, ist handzahm geworden.

Den Sprung ins Massenstart-Teilnehmerfeld am Sonntag verpasste der 44-Jährige ebenfalls. "Ich glaube, dass ich weiter an der Spitze dabei sein kann", hatte er damals zum Rücktritt vom Rücktritt gesagt. Zwei Jahre später sieht's anders aus.

Was fast schon an Majestätsbeleidigung grenzen würde, könnte Realität werden. Seit 1994 war er immer dabei. Björndalens siebte Teilnahme an Olympischen Spielen in Serie ist sehr fraglich. Doch eine Sonderbehandlung bekommt die Ikone des Biathlon-Sports nicht. Und die zeigt er derzeit nicht. "Es gibt keinen Freifahrtschein für ihn", erklärte Norwegens Biathlonchef Per Arne Botnan. Am Mittwoch in Ruhpolding bekommt er im Einzel über 20 Kilometer die vielleicht letzte Chance zur Qualifikation, eventuell startet er auch noch in der Staffel, mit der er in Hochfilzen eine gute Vorstellung gezeigt hatte.

Björndalen hätte für das Olympia-Ticket zumindest zweimal unter den besten Zwölf landen müssen, kam aber in der laufenden Saison nie über Rang 18 hinaus. Sechs Athleten dürfen zu den Winterspielen, vier pro Rennen starten.

Am Weltcup in Antholz in der kommenden Woche nehmen die norwegischen Olympia-Teilnehmer nicht mehr teil, da sie sich dann schon auf die Wettbewerbe in Südkorea vorbereiten.

Mit seiner längst qualifizierten Frau Darja Domratschewa bestritt er die Saisonvorbereitung außerhalb des Teams. Norwegens Coach Siegfried Mazet soll das gar nicht gefallen haben. Teamkollege Bö hofft dennoch, dass "König Ole" in Pyeongchang ab 9. Februar dabei sein wird und meinte: "Olympia ohne Ole ist kein Olympia". "Olympia ohne Ole ist kein Olympia", sagte der fünffache Saisonsieger.

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