Präsident Moon Jae In bereit zu Begegnung mit Kim Jong Un

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Falls "konkrete Ergebnisse" erzielten werden könnten, würde er einem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zustimmen, sagte Moon Jae In in Seoul. "Wir haben einen Dialog begonnen, doch wir haben noch nicht über den Atomstreit (mit Nordkorea) geredet", sagte Moon am Mittwoch bei seiner Neujahrspressekonferenz in Seoul. Nordkorea will unter anderem eine Delegation zu den Olympischen Winterspielen nach Südkorea im kommenden Monat entsenden. Laut einem Fernsehbericht soll der nordkoreanische Delegationsleiter Ri Son Gwon seinen Unmut über die Erwähnung des Wortes durch die südkoreanische Delegation geäußert haben.

"Unter den richtigen Bedingungen kann ich jederzeit einen Gipfel abhalten", versicherte Südkoreas Staatschef.

Die jüngste Annäherung der beiden koreanischen Staaten ist nach Ansicht von Moon auch auf die Politik des US-Präsidenten zurückzuführen. "Es gibt keine Differenzen zwischen den USA und Südkorea", beteuerte Moon. Dabei nannte er auch seine langfristigen Ziele: die Verhinderung eines weiteren Krieges und die Schaffung einer atomwaffenfreien Halbinsel. Er betonte, dass er sich für weitere Gespräche zwischen den beiden Koreas einsetzen werde. Sollte Nordkorea allerdings neue "Provokationen" unternehmen, werde die internationale Gemeinschaft darauf mit neuen Sanktionen antworten, sagte Moon. In einer Drei-Punkte-Abschlusserklärung kündigten Süd- und Nordkorea zudem ihre Absicht an, die hochrangigen Treffen fortzusetzen und den Austausch in verschiedenen Bereichen wiederzubeleben.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini wertet die Gespräche zwischen ranghohen Vertretern aus Nord- und Südkorea in Panmunjom als ermutigendes Signal. Kim hatte am Neujahrstag die Entsendung einer Abordnung zu den Winterspielen in Aussicht gestellt. Zugleich forderte er von Pjöngjang erneut den Verzicht auf Atomwaffen.

Die USA begrüßten den positiven Ausgang der Gespräche. "Im selben Gespräch verständigten sich die beiden Staatsmänner darauf, die Strategie des maximalen Drucks auf Nordkorea mit dem Ziel einer kompletten Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel weiterzuverfolgen", hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums.

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