Französische Justiz ermittelt gegen Apple

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Nachdem deshalb im vergangenen Jahr bereits Ermittlungen gegen den Druckerhersteller Epson eingeleitet wurden, ist jetzt auch Apple ins Visier der zuständigen Verbraucherschutzbehörden geraten. Es geht dabei um den Vorwurf der Verbrauchertäuschung und der geplanten Obsoleszenz von Apples Produkten, nachdem die absichtliche Drosselung von iPhones bewiesen und von Apple eingeräumt wurde.

Von Apple inzwischen bestätigte Drosselung sorgte für schlechtere Benchmark-Ergebnisse bei iPhone 7 und 6S (Bild: Geekbench).

Der Konzern hatte versichert, er würde "niemals" das Erlebnis der Nutzer absichtlich verschlechtern, um mehr neue Geräte zu verkaufen. Hop-Anwalt Emile Meunier begrüßte das Vorgehen der Oberstaatsanwaltschaft: Es handele sich "um das erste Strafverfahren weltweit" gegen den US-Hersteller. "Innerhalb von acht Tagen, das kommt sehr selten vor". Abhängig von ihrem Ergebnis könnte der Fall zu den Akten gelegt werden - oder einem Ermittlungsrichter für eine gründliche Untersuchung übertragen werden. Zuvor hatte eine französische Konsumentenvereinigung Klage erhoben, die sich gegen die bewusst verkürzte Lebensdauer technischer Geräte einsetzt. Sie soll untersuchen, ob der Konzern eine Strafzahlung leisten muss.

In den USA darf sich Apple seit einiger Zeit nun auch mit Sammelklagen herumschlagen, die bis zu 999 Milliarden US-Dollar verlangen, was aber derzeit nicht unbedingt neu ist und bereits Ende 2017 angestossen wurde.

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