Boateng springt Matuidi nach rassistischen Anfeindungen zur Seite

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Erst nach der fast zweistündigen körperlichen Betätigung nahm Kevin-Prince Boateng so richtig Fahrt auf, da war er kaum mehr zu halten. Das Problem: Auf dem Pullover des Jungen, das im Online-Shop erworben werden konnte, prangte die Aufschrift: "Coolest Monkey in the Jungle" (Coolster Affe im Urwald). "Dass so ein Riesenkonzern wie H&M sowas rausgibt, auch wenn es nicht mit Absicht ist, ist einfach nur traurig". "Das ist einfach eine Frechheit". Ihm bot Boateng seine Hilfe an: "Matuidi, der Arme, wurde ausgebuht und beleidigt".

Zuvor hatte Nationalspieler Matuidi in den sozialen Netzwerken mitgeteilt, dass er im Ligaspiel bei Cagliari Calcio von den gegnerischen Fans rassistisch beleidigt worden war. Der wurde zutiefst beleidigt, nur weil er eine andere Hautfarbe hat.

Schwarze Spieler bekämen ständig zu spüren, dass sie "anders sind". "Ich möchte mich gerne mit ihm austauschen. Wir müssen eine Front bilden und dagegen angehen". Im Duell mit Verona hatte Matuidi in der fünften Minute für Turin getroffen und musste anschließend zehnsekündige rassistische Gesänge über sich ergehen lassen. Dafür wurde Hellas Verona mit 20.000 Euro Geldbuße und einer Bewährungsstrafe belegt. Zudem droht dem Club ein Geisterspiel sollte es im Laufe der Saison zu einem weiteren solchen Vorfall kommen.

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