Sport-Skandal in Japan: Kanute mischt Doping ins Getränk seines Rivalen

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Suzuki hatte zugegeben, seinem teaminternen Rivalen Seiji Komatsu im September eine verbotene Substanz zum Muskelaufbau ins Getränk gemischt zu haben. Komatsu gewann das Rennen, wurde aber nach einer positiven Dopingprobe gesperrt. Auf diese Weise wollte der 32-jährige Suzuki erreichen, dass sein sieben Jahre jüngerer Rivale um die Auswahl für einen Platz im Olympia-Kader für Tokio 2020 disqualifiziert wird. Suzuki selbst wurde nur Achter. "Ich wusste, wenn es so weiterginge, dass ich mich nicht für die Olympischen Spiele qualifizieren werde, also habe ich das Mittel reingelegt".

Der japanische Kanu-Verband, der mit der Bronzemedaille von Takuya Haneda 2016 in Rio erstmals zu olympischem Edelmetall gekommen war, fand klare Worte für Suzukis Verhalten: "Es widerspricht dem Geist des sportlichen Fairplays komplett". "Ein Ereignis dieser Art hat es in der Geschichte des Sports in Japan noch nie gegeben und ist sehr enttäuschend", erklärt der Vorsitzende der japanischen Sport-Agentur Daichi Suzuki zerknirscht.

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