Kurzarbeit für voraussichtlich sechs Monate in Rüsselsheim

Einstellen Kommentar Drucken

Opel schickt seine Mitarbeiter in Rüsselsheim in Kurzarbeit. Die Bundesagentur für Arbeit habe dies bewilligt, erklärte ein Unternehmenssprecher am Montagabend. Geschäftsleitung und Betriebsrat hatten in Abstimmung mit der IG Metall die Kurzarbeit im Stammsitz des Unternehmens vereinbart. Die pessimistische Analyse lautet: Der jetzige Opel-Eigentümer, der französische PSA-Konzern, verschiebt lediglich einen notwendigen Arbeitsplatzabbau in Produktentwicklung und Verwaltung, indem er die betroffenen 10.000 Mitarbeiter einen Tag weniger im Monat arbeiten lässt. Ziel sei es, das Arbeitsvolumen an den deutschen Standorten zu verringern und so Entlassungen zu vermeiden.

In den britischen Vauxhall-Werken hingegen streicht der Mutterkonzern weitere 250 Stellen.

Zwar sagt Opel-Chef Michael Lohscheller, dass die Ingenieure am Stammsitz Kernkompetenzen für die gesamte PSA-Gruppe entwickeln sollen, etwa für alternative Antriebe. Die Vereinbarung zwischen Management und Betriebsrat sieht zudem eine deutliche Verringerung der Zahl der Leiharbeiter in den Produktionswerken Rüsselsheim und Kaiserslautern vor. Ob der Konzern sie am Ende aber auch abruft und wenn ja, mit wie vielen Mitarbeitern, muss sich noch zeigen. Dabei wird auch auf neue Technologien und Ideen gesetzt. Als erste Aufgabenfelder sind die Entwicklung von Brennstoffzellen, ausgewählten Assistenzsystemen und Technologien zum automatisierten Fahren vorgesehen.

Comments