Insider - Zulieferer Continental prüft Konzernumbau

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Eine Meldung über eine mögliche Konzernaufspaltung von Continental hat die Papiere des Hannoveraner Autozulieferers und Reifenherstellers am frühen Dienstagnachmittag auf ein weiteres Rekordhoch bei 252,60 Euro getrieben. Von Banken seien dem Unternehmen dazu in den vergangenen Monaten zahlreiche Vorschläge unterbreitet worden, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

Angesichts des Wandels der Autobranche hin zu Elektroautos hatte Conti bereits vor einem Jahr eine Neuausrichtung des Geschäftsfelds für Verbrennungsmotoren angekündigt. Zugleich soll mehr Geld in Elektroantriebe fließen.

Schon damals war auch über eine Herauslösung der Powertrain-Sparte aus dem Konzern, an dem der Zulieferer Schaeffler maßgeblich beteiligt ist, nachgedacht worden.

Den Insidern zufolge könnte ein mögliches Szenario der Aufbau einer Dachgesellschaft und ein separates Aktienlisting der profitableren Geschäftsbereiche sein. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor berichtet, Continental erwäge den umfassendsten Konzernumbau in der Firmengeschichte. Offen sei jedoch, ob Conti davon etwas verfolgen werde. Diskutiert werde auch eine Aufspaltung, hieß es unter Berufung auf Insider. Ein Continental-Sprecher sagte, zu Spekulationen und Gerüchten werde es keinen Kommentar geben. Für 2018 stellte das Management um Konzernchef Elmar Degenhart einen Umsatz von 47 Milliarden Euro in Aussicht. Die im DAX notierte Continental veröffentlicht am Abend erste Eckdaten.

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