WHO könnte übermäßiges Videospielen als Krankheit einstufen

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2015 wurde ein 17-jähriger russischer Junge notfallmäßig ins Krankenhaus eingeliefert und starb im Krankenhaus, nachdem er beim Spielen von Videospielen ins Koma gefallen war. Die ICD wird weltweit von Gesundheitsexperten verwendet und dient als internationaler Standard zur Definition von Gesundheitszuständen und Krankheiten.

Die derzeit gültige ICD-10 hat die WHO 2016 herausgegeben.

Osnabrück. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird die Video-Spielsucht voraussichtlich im Mai 2018 als Krankheit klassifizieren. Mit dabei unter der Kategorie 06: "Mental, behavioural or neurodevelopmental disorders", also etwa: "Psychische oder verhaltensbezogene Störungen und neurologische Entwicklungsstörungen", ist in den ICD-11 auch "Gaming Disorder" zu finden.

Was ist "Gaming Disorder" oder die Spielsucht nach Videospielen?

Die Aufnahme in den ICD-11 - wenn sie denn passiert, es handelt sich schließlich um eine Diskussionsgrundlage - bedeutet nicht, dass Computerspielen per se als schadhaft bezeichnet wird. Das wiederum, glaube ich, könnte zu einer großen Verbesserung der Qualität der Videospiele führen, die nicht einfach nur etablierten Belohnungs- und Suchtmustern im Spieldesign folgen, sondern ohne billige (und schädliche Tricks) interessante Spiele herstellen müssen. Sie ist erkennbar an eingeschränkter Kontrolle über Spielzeit und -häufigkeit, wachsender Bedeutung, die das soziale Leben des Anhängigen in den Hintergrund verdrängt und der Fortsetzung des Spielens trotz negativer Konsequenzen. Laut WHO kann "Gaming Disorder" episodisch oder dauerhaft auftreten, eine Diagnose kann nach zwölf Monaten gestellt werden.

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