Lufthansa: Piloten stimmen für neue Tarifverträge

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In dem Konflikt hatte es insgesamt 14 Streikrunden gegeben.

Die Vereinigung Cockpit (VC) hat den langwierigen Pilotenstreit mit Lufthansa beigelegt. In einer Urabstimmung votierten laut Mitteilung 79,0 Prozent der Mitglieder für die Annahme des neuen Konzerntarifvertrags - die Wahlbeteiligung lag bei 91,6 Prozent. Mit den neuen Verträgen entsteht eine strukturelle Gesamtkostenersparnis bei den Personalkosten im Cockpit von 15 Prozent - vorbehaltlich zukünftig zu zahlender Tarifsteigerungen. Das Paket, das unter anderem Lufthansa Passage, Lufthansa Cargo und Germanwings betrifft, sei intensiv unter den Piloten diskutiert worden. Sie müssen zudem künftig selbst das Zinsrisiko ihrer Betriebsrenten tragen.

Das ausgehandelte Gesamtpaket, bestehend aus einer ganzen Reihe neu verhandelter Tarifverträge, ist das umfassendste Tarifpaket der letzten 25 Jahre im Lufthansa-Konzern und regelt wesentliche Bestandteile der Arbeits-, Vergütungs- und Rentenbedingungen neu. Außerdem werden ab sofort wieder Nachwuchsflugzeugführer bei den genannten Flugbetrieben eingestellt.

Lufthansa hat sich verpflichtet, bis Ende 2022 mindestens 325 Flugzeuge mit KTV-Piloten zu besetzen. Im kommenden Jahr sollen es mehr als 500 sein, wie Lufthansa mitteilte.

Die Erklärung sei nicht einfach gewesen, warum die Piloten in Zeiten von Rekordergebnissen der Lufthansa Zugeständnisse machen sollten, erklärte VC-Vorstandsmitglied Jörg Handwerg. Die Lufthansa-Personalchefin Bettina Volkens erklärte: "Wir sind fest davon überzeugt, dass die Tarifvereinbarungen einen guten Kompromiss mit attraktiven Elementen für unsere Mitarbeiter darstellen und ebenso Einsparungen für das Unternehmen ermöglichen".

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