Fed erhöht Leitzinsen um 0,25 Prozent

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Die abtretende Chefin des Federal Reserve hat an der Sitzung vom Mittwoch das Zielband für den Leitzins erwartungsgemäss um weitere 25 Basispunkte auf 1,25 bis 1,5% erhöht. Dies ist die fünfte Erhöhung seit der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise.

Die Entscheidung fiel mit sieben zu zwei Stimmen: Die beiden Führungsmitglieder Neel Kashkari und Charles Evans konnten sich mit ihrem Plädoyer für gleichbleibende Zinsen nicht durchsetzen. Der zeitgleich mit dem Zinsbeschluss anstehende Ausblick gibt den Märkten Orientierungshilfe, wie oft die Fed die Zügel in den nächsten Jahren zu straffen gedenkt.

Zuletzt hatten sich US-Währungshüter mehrfach besorgt über eine vergleichsweise schwache Preisentwicklung in den USA gezeigt. Erst mittelfristig dürfte sich die Inflation etwa bei der Marke von 2 Prozent stabilisieren. In den Jahren nach der Finanzkrise von 2008 hatte die Fed noch einen Nullzinskurs verfolgt, um die Konjunktur anzuschieben.

Die britische Großbank HSBC nennt die heutige ZInssitzung der US Notenbank Federal Reserve "Yellens letztes Zinsgefecht". Zwar steht Ende Januar kurz vor ihrem Abtritt im Februar nochmals eine zweitägige Sitzung des Offenmarktausschusses an. Allerdings waren die Wachstumsraten von rund drei Prozent und die historisch günstige Lage am Arbeitsmarkt mit einer Quote von 4,1 Prozent als sicheres Zeichen dafür interpretiert worden, dass es zu der in Aussicht gestellten erhöhten Zinserhöhung kommen könnte. Dann wird jedoch keine Zinsänderung erwartet. Er war von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagen und vom Senat bestätigt worden.

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