Wahl-Schlappe für Scholz bei SPD-Parteitag

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Das beste Ergebnis erzielte am Donnerstag die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die erstmals für einen Vizeposten kandidierte und 97,5 Prozent bekam. Auf dem Bundesparteitag der Sozialdemokraten in Berlin erzielte Scholz am Donnerstagabend mit 59,2 Prozent bei den Delegierten die geringste Zustimmung. Nur wenig besser schnitt Stegner mit 61,6 Prozent ab. Sie warnt vor einer Festlegung auf eine erneute große Koalition mit der Union.

Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel wurde mit 78,3 Prozent als Parteivize wiedergewählt. Zuvor hatte Schulz für einen ergebnisoffenen Weg geworben. Die SPD könne sich nach dem Jamaika-Scheitern aber nicht einfach davon stehlen. Er betonte: "Meine Pläne haben sich an dieser Stelle nicht verändert". Nach dem ernüchternden Wahlergebnis seiner Partei im September, hatte Scholz durch Talkshowauftritte und ein Strategiepapier bundesweit von sich reden gemacht. Weiter erklärte er, dass er 2020 wieder als SPD-Spitzenkandidat bei der Bürgerschaftswahl antreten will.

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