Kunst des Pizzabackens wird immaterielles Kulturerbe

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Kulturerbe der Menschheit - so darf sich die "Kunst des neapolitanischen Pizzabäckers" seit Donnerstag nennen. Über 50 000 Orgeln seien derzeit hierzulande im Einsatz. Die Entscheidung traf demnach ein Ausschuss der internationalen Kulturorganisation auf der südkoreanischen Insel Jeju. Aus den Niederlanden wurden die Wind- und Wassermühlen mitsamt dem Müllerhandwerk zum Immateriellen Kulturerbe erklärt, aus Portugal das Tonfiguren-Handwerk in Estremoz und aus Griechenland die musikalische Aufführungspraxis Rebetiko mit Gesang und Tanz.

Susanne Eisenmann (CDU), Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Kultusministerin in Baden-Württemberg, betonte in Stuttgart: "Die vielen lokal- und regionalspezifischen Orgelbaustile in Deutschland machen einen wichtigen Teil dieses reichen Kulturerbes aus". Die Tradition fördere soziale Zusammenkünfte und intergenerationellen Austausch.

Maria Böhmer, Staatsministerin für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik, erinnerte daran, dass deutsche Orgeln auch ein Exportschlager sind. Diese Neugier hat an staatlichen Grenzen nie Halt gemacht. "In Deutschland produzierte Orgeln erklingen heute weltweit, sei es in Japan, auf den Philippinen, in Brasilien oder in den USA", so Böhmer. Und auch Organistinnen und Organisten, die an deutschen Hochschulen ausgebildet wurden, sind auf der ganzen Welt gefragt und geschätzt.

Orgel und Orgelspiel gehören nun auch zum Kulturerbe. Auch das jeweilige kulturelle und gesellschaftliche Umfeld spiegelt sich in ihrem Aussehen und ihrem Klang wieder.

Die Liste umfasst nach Angaben der deutschen Unesco-Kommission damit nun 398 traditionelle Fertigkeiten und Wissensformen. Christoph Wulf, Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission. Im Orgelbau verbänden sich Wissen im Umgang mit der Natur und traditionelles Handwerk mit innovativer Technik der jeweiligen Epoche. Zudem wird auf die zahlreichen Komponisten verwiesen, die seit dem Mittelalter von der kirchlichen Orgelmusik inspiriert wurden.

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