Brexit: EU gibt Großbritannien Zeit bis Sonntag

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Die EU und Großbritannien würden "enge Partner" bleiben, sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Freitagmorgen in Brüssel.

Allerdings müsse dies noch diese Woche geschehen.

Großbritannien und die EU sind bei den Brexit-Verhandlungen einen wichtigen Schritt vorangekommen.

"Es wurden genügend Fortschritte erzielt, damit wir jetzt in die zweite Phase der Verhandlungen eintreten können", sagte Juncker.

Die EU-Kommission empfiehlt eine zweite Phase der Brexit-Gespräche.

Die Staats- und Regierungschefs der anderen 27 Mitgliedstaaten wollen dann entscheiden, ob es "ausreichende Fortschritte" bei zentralen Austrittsfragen in den Verhandlungen mit Großbritannien gibt.

Junckers Kabinettschef Martin Selmayr hatte bereits am Freitagmorgen im Kurzbotschaften-Dienst Twitter kommentarlos das Bild eines Schornsteins mit weißem Rauch verschickt - offenbar in Anlehnung an die Tradition des Vatikans bei einer erfolgreichen Papstwahl. "Wir werden die EU verlassen".

Bis zuletzt umstritten war in der ersten Verhandlungsphase, wie Grenzkontrollen zwischen dem EU-Staat Irland und dem britischen Nordirland vermieden werden können.

Bei einem Besuch Mays in Brüssel am Montag hatte es keinen Durchbruch gegeben.

Auch was die Grenzfrage Irland/Nordirland betrifft, zeigten sich beide Seiten überzeugt, dass es "keine harte Grenze" geben werde. Dazu gehören die Grenzstreitigkeiten mit Irland, die Rechte der EU-Bürger in Grossbritannien und der Finanzverpflichtungen Grossbritanniens gegenüber der EU. Ihre Partei ist der kleine Koalitionspartner der britischen Regierung. Nur dann sollen die Brexit-Gespräche in Phase zwei gehen und auf die künftigen Beziehungen sowie ein mögliches Handelsabkommen ausgeweitet werden.

Es habe ausreichend Fortschritt in den Verhandlungen gegeben. In der Übergangsphase könnte Großbritannien weiter Teil des EU-Binnenmarkts mit allen Freiheiten sein, hätte allerdings kein Stimmrecht mehr auf EU-Ebene.

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