Personenzug bei Meerbusch auf falscher Strecke

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Beim Zusammenprall zweier Züge im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen sind am Dienstag etwa 50 Menschen verletzt worden. Die Versorgung der Menschen im Zug genieße "hohe Priorität", erklärte die Feuerwehr Meerbusch. Die Bundesstelle stufte die Kollision als schweren Unfall ein.

Laut Deutscher Bahn ereignete sich das Unglück am Dienstag gegen 19.30 Uhr auf der Strecke nahe Meerbusch zwischen Krefeld und Düsseldorf. Die Bahngesellschaft National Express, die den Personenverkehr auf der Strecke betreibt, rechnet nach eigenen Angaben fest mit einer Aufklärung der Unfallursache. Deren Rettung war zunächst schwierig, weil durch die herabgerissenen Leitungen auch die Bahn unter Strom stand.

Mehrere Feuerwehren aus der Region eilten zur Unfallstelle. Bis nach Mitternacht waren die Rettungskräfte mit der Evakuierung des Personenzugs beschäftigt. Bei dem Aufprall wurde der Lokführer in seiner Fahrerkabine selbst verletzt. Er konnte gerettet werden, stand aber unter Schock. Warum der Fahrdienstleiter die von einem Güterzug besetzte Strecke freigab, sei bislang noch nicht geklärt. Fahrgäste schilderten einen "großen Knall" und eine Vollbremsung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verfolgte die Lage am Abend, wie Regierungssprecher Steffen Seibert via Twitter mitteilte. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wünschte den Verletzten eine "baldige Genesung".

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