Massiver Stellenabbau bei General Electric Auch in Berlin fallen hunderte Stellen weg

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Monatelang waren Mitarbeiter auf die Straße gegangen, um für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze bei General Electric in Mannheim zu demonstrieren. Unter den leidtragenden Standorten ist einmal mehr Berlin.

Der krisengeschüttelte US-Industrieriese General Electric (GE) wird, wie die NZZ aus dem nahen Umfeld des Unternehmens erfahren hat, heute Donnerstag bekanntgeben, wie viele Stellen er weltweit abbauen wird. Die Fertigung von "GE Power Conversion" in Berlin und von "GE Grid Solutions" in Mönchengladbach solle geschlossen werden. Davon entfielen auf Deutschland 1.000 bis 1.050 Stellen, auf die Schweiz bis zu 1.300 und auf Großbritannien bis zu 670.

GE-Deutschlandchef Alf Henryk Wulf betonte, dass man die Einschnitte so sozialverträglich wie möglich gestalten und mit den Arbeitnehmern beraten wolle. An über 50 Standorten in Deutschland beschäftigt GE rund 10.000 Mitarbeiter. Der amerikanische Industrie-Riese ist auch wegen hausgemachter Probleme unter Druck und versucht, mit einem Konzernumbau die Wende zu schaffen.

Alstom hatte seine Energiesparte an GE verkauft. Bereits nach wenigen Wochen präsentierte der Konzern erste Pläne für Stellenstreichungen. Im Einzelnen sehen die Planungen vor, dass in der Kraftwerkssparte Power & Gas rund 6100 Jobs weltweit wegfallen, davon 2600 in Deutschland. Im Lösungsgeschäft will Siemens die Standorte Erlangen und Offenbach zusammenlegen, wo und wie ist noch offen. Angesichts der Milliardengewinne in allen Geschäftsfeldern sei der geplante Stellenabbau nicht nachvollziehbar, sagte Marco Sprengler, Vize-Aufsichtsratsvorsitzender der GE Deutschland Holding GmbH und Geschäftsführer der IG Metall Freiburg. Überdies trifft es gut 1100 Jobs in Europa, weitere 2500 außerhalb, davon 1800 in den USA. "Dann werden wir wie bei Siemens darum kämpfen, diese Stellen zu behalten".

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