DHL-Erpresser: Polizei geht Hinweisen nach

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Etwa sieben Millionen von ihnen sind derzeit täglich im Umlauf und stellen den Dienstleister vor eine schier unlösbare Aufgabe.

Die Suche nach dem Erpresser des Paketzustellers DHL geht weiter. Die Polizei untersucht Dutzende Hinweise, die aufgrund eines Fahndungsaufrufs bei ihr eingegangen sind. Die nach der Auslieferung einer Paketbombe an eine Apotheke am Potsdamer Weihnachtsmarkt gebildete Sonderkommission wurde auf mehr als 50 Mitarbeiter aufgestockt. In Pritzwalk im Nordwesten Brandenburgs wurde die Polizei von einer Frau wegen eines Pakets gerufen, in dem sich eine Tube mit Gel befand, die der Ehemann bestellt hatte. Sie will jedem Hinweis aus der Bevölkerung nachgehen. Zudem sollen die Spuren, die die beiden Paketbomben hinterließen, analysiert werden.

Die Polizei hatte auch alle andere Bundesländer angefragt, ob ähnliche Paketbomben jemals festgestellt worden seien - allerdings ohne Erfolg. Der oder die Erpresser verlangen von der Pakettochter der Deutschen Post laut Polizei mehrere Millionen Euro und drohen mit weiteren Bomben.

Die DHL erklärte in Bonn, es sei nahezu unmöglich, alle Pakete zu kontrollieren. Konkrete Hinweise auf weitere Paketbomben gebe es derzeit aber nicht. Die 60.000 Paketzusteller seien sensibilisiert. DHL-Warnung vor verdächtigen PaketenDHL weist darauf hin, dass Paketsendungen nach Anagaben der Polizei nur dann eine Gefahr darstellen, sobald sie geöffnet werden. In allen Fällen hätten sich die Herkunft und der Inhalt aber klären lassen, ohne dass Spezialisten der Polizei anrücken mussten, sagte die Sprecherin.

Die Polizei rät der Bevölkerung, beim Empfang von verdächtigen Paketen zunächst sehr vorsichtig zu sein. Im Zweifel solle auf jeden Fall die Polizei informiert werden. Die Paketbomben könnten zu schwersten Verletzungen oder sogar zum Tod führen.

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