Bitcoin steigt erstmals über 12.000 US-Dollar

Einstellen Kommentar Drucken

Am Donnerstagmorgen wurde eine Einheit der Digitalwährung Bitcoin über 14.000 Dollar gehandelt. Auf der großen Handelsplattform Bitstamp erreichte sie am Nachmittag bis zu 15.344 Dollar. Als Grund für den Kurssprung gilt die baldige Einführung von Terminkontrakten auf Bitcoins. Damit stößt die Digitalwährung in das traditionelle Finanzgeschäft vor.

Notenbanker und Vertreter von Regulierungsbehörden warnen vor der Unberechenbarkeit der Digitalwährung. Der Interessenverband "Futures Industry Association" kritisiert, die Regulierer hätten zu schnell und ohne intensive Diskussionen ihre Zustimmung erteilt.

Vergangenen Freitag hatte die US-Behörde CFTC grünes Licht für diese Bitcoin-Futures gegeben. Die US-Handelsplattform CBOE will bereits Ende der Woche den ersten Bitcoin-Future in den Handel bringen. Auch bei der japanischen Tokyo Financial Exchange wird über die Einführung eines Bitcoin-Futures nachgedacht. Einerseits können diese sich gegen künftige Preisschwankungen absichern. Terminkontrakte können aber auch für Spekulationen auf künftige Kursentwicklungen genutzt werden. Da es keine zentrale Instanz wie Banken, Staaten oder Notenbanken gibt, die die Transaktionen kontrollieren, gibt es im Falle entwendeter Bitcoins - anders als bei Guthaben auf einem normalen Bankkonto - keine Möglichkeit, die Transaktion rückgängig zu machen. Für Neil Wilson von ETX Capital stellt die Einführung von Terminkontrakten den Versuch dar, den Bitcoin anderen Anlageformen anzugleichen.

Auch zieht der Bitcoin-Hype offenbar immer mehr Kriminelle an: Jüngstes Hacker-Opfer ist die Online-Börse NiceHash. Zum aktuellen Kurs beläuft sich der Wert der Beute auf 68 Mio. Damit summiert sich das Plus seit Jahresbeginn auf etwa 1.400 Prozent. Seither ist er auf einer rasanten Rekordjagd, die sich in den vergangenen Monaten zunehmend beschleunigt hat und mit teils hohen Kursschwankungen einhergeht. NiceHash sprach von einem "hochprofessionellen Angriff". Gleichzeitig liefen die internen Untersuchungen, um die Lücke in den Sicherheitssystem zu finden und zu schließen. Dollar (57,5 Mio. Euro). Zudem wird allen Nutzern empfohlen, die Passwörter zu ändern.

Einer Studie von Tyler Moore zufolge, einem Professor für Cyber-Sicherheit an der Universität von Tulsa, wurden seit der Erfindung von Bitcoin 2009 ein Drittel aller Handelsplattformen für Krypto-Währungen gehackt.

Comments