Bandenkrieg in Stuttgart: Angeklagter räumt Messerstich ein

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Ein 25-Jähriger muss hinter Gitter.

Nach blutigen Kämpfen zwischen rivalisierenden Banden in Stuttgart und Ludwigsburg hat das Stuttgarter Landgericht ein Urteil gesprochen. Verurteilt wurde er wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Mann hatte zugegeben, im April 2016 in einer Gruppe von Anhängern der türkisch geprägten Gang "Osmanen Germania BC" einen Kontrahenten der "Stuttgarter Kurden" mit einem Klappmesser angegriffen und am Arm verletzt zu haben.

Haftstrafen gegen Anhänger beider Seiten verhängt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte die Tat als versuchtes Tötungsdelikt gewertet und sechs Jahre Haft gefordert. Das Opfer wurde zudem mit einem Baseballschläger traktiert und während es am Boden lag gegen den Kopf getreten. Der Mann musste schwer verletzt ins Krankenhaus. Der mutmaßliche Mittäter ist nach Angaben des Gerichts nach wie vor in der Türkei. Er habe sich doch nur gewehrt, und Mitglied der türkischnationalen Straßenbande Osmanen Germania sei er auch nicht. Der "Osmanen Germania Boxclub" gilt als von türkischen Migranten dominiert.

Die Gegenseite ist den inzwischen multinationalen "Stuttgarter Kurden" zuzurechnen, die aus der seit dem Jahr 2013 verbotenen rockerähnlichen Straßengang "Red Legion" hervorgegangen sind.

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