Abschiebeflug aus Deutschland in Kabul angekommen

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Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur waren 27 Passagiere an Bord.

Der Großteil der Gruppe kommt demnach aus Bayern, einer aus Hessen. Einer der beiden Afghanen mache in Lichtenfels eine Ausbildung und solle in sein Herkunftsland zurückkehren, obwohl Innenminister Joachim Herrmann zugesagt habe, Auszubildende nur in Extremfällen abzuschieben.

In der Flughafenhalle demonstrierten rund 500 Aktivisten gegen die Maßnahme.

Eine weitere Gruppe von aus Deutschland abgeschobenen afghanischen Flüchtlingen ist am Donnerstag mit dem Flugzeug in Kabul eingetroffen. Sie hielten Plakate mit der Aufschrift "Kein Mensch ist illegal" und riefen in Sprechchören "Um Europa keine Mauer, Bleiberecht für alle und auf Dauer". Abschiebungen nach Afghanistan sind umstritten, weil sich dort der Konflikt zwischen Regierung und islamistischen Taliban verschärft.

Nach einem Innenministerbeschluss aus dem Juni 2017 dürfen ausschließlich Straftäter abgeschoben werden sowie Gefährder und afghanische Staatsbürger, die sich einer Identitätsfeststellung entziehen. "Das ist auch richtig so, und wir werden diese Linie fortsetzen". Auf der Liste der Abschiebekandidaten standen diesmal auch zwei junge Männer, die nach Ansicht von Flüchtlingsaktivisten und Anwälten in keine der drei Kategorien gehörten, darunter ein junger Mann, der aus der Ausbildung in Bayern heraus abgeschoben werden soll.

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