Verunglückter Personenzug hätte Gleisabschnitt nicht befahren dürfen

Einstellen Kommentar Drucken

Der im nordrhein-westfälischen Meerbusch verunglückte Personenzug hätte den betreffenden Gleisabschnitt nicht befahren dürfen.

Die Reparaturarbeiten würden "sicherlich einige Tage dauern, wenn nicht noch länger", sagte der Sprecher der Bahn in Nordrhein-Westfalen, Dirk Pohlmann. Es müsse nun geklärt werden, warum der Regional-Express dennoch auf der Strecke unterwegs war und auf einen stehenden Güterzug auffuhr. Dies sei keine Schuldzuweisung an den Lokführer, sagte Sprecher Gerd Münnich: Es müsse noch ermittelt werden, ob etwa die Signale falsch geschaltet gewesen oder vom Lokführer des Regionalzuges übersehen worden seien. Bei dem Unfall waren Dutzende Menschen verletzt worden.

Der Mann verhinderte ersten Erkenntnissen zufolge mit einer Vollbremsung Schlimmeres.

Die Fahrtenschreiber beider Züge seien sichergestellt und ausgelesen worden. Damit sei diese Strecke zwischen Krefeld und Köln für den nachfolgenden Verkehr eigentlich gesperrt gewesen. Die Bundesstelle stufte die Kollision als schweren Unfall ein, bei der eine Schadenshöhe von zwei Millionen Euro überschritten sein dürfte.

Auf der Bahnstrecke zwischen Krefeld und Neuss begannen Spezialisten der Deutschen Bahn derweil an der Unfallstelle unweit des Bahnhofs Meerbusch-Osterath mit der Bergung der Unfallzüge. "Es ist bei solchen Unglücken eigentlich immer im Nachhinein herausgekommen, wo das Problem lag", sagte ein Unternehmenssprecher. Bei dem Aufprall wurde er in seiner Fahrerkabine selbst verletzt. Die Bahngesellschaft National Express, die den Personenverkehr auf der Strecke betreibt, rechnet nach eigenen Angaben fest mit einer Aufklärung der Unfallursache. Auch Waggons des Güterzugs entgleisten. "Hoffentlich kann allen Verletzten rasch geholfen werden. Dank für den Einsatz der Rettungskräfte".

Comments