Philippinen stoppen riskante Dengue-Impfung

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Dez (Reuters) - Sanofi-Anleger haben nervös auf das Dengue-Impfstoff-Verbot der philippinischen Gesundheitsbehörde reagiert. Zudem verlangte die Behörde eine Informationskampagne vom französischen Pharma-Hersteller Sanofi, der den Impfstoff vertreibt. Jeder Fall, der belege, dass eine Impfung mit dem Mittel zum Tod oder zu einer schweren Erkrankung geführt habe, solle gemeldet werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, dass der Impfstoff nur an Menschen verabreicht werden solle, die sich vor einer Impfung bereits mit Dengue-Fieber infiziert hätten.

Die Philippinen haben im April vergangenen Jahres die staatliche Impfkampagne für Kinder gestartet.

Dengue-Fieber gehört zu den am weitesten verbreiteten fieberhaften Infektionen und wird von Mücken übertragen. Dengvaxia war der erste Impfstoff gegen die Erkrankung und ist in elf Ländern auf dem Markt. Sanofi hatte vergangene Woche selbst vor Dengvaxia gewarnt. Bei Patienten, die bereits eine Infektion hatten, biete Dengvaxia dagegen einen anhaltenden Schutz. Bis 2022 gehen sie von einem Umsatz von rund 360 Millionen Euro mit dem Mittel aus. In diesen Fällen gebe es ein erhöhtes Risiko, dass eine schwerere Form der Krankheit die Folge ist.

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