Machtkampf bei Mainz 05: Präsident tritt zurück

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Johannes Kaluza ist nach nicht einmal sechs Monaten als Präsident des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 zurückgetreten. Ein Nachfolger soll bei einer Mitgliederversammlung am 21. Januar gewählt werden. "Ich hoffe, trotz der nur kurzen Amtszeit auch neue Impulse und Denkanstöße gegeben zu haben", schrieb Kaluza in einem Brief an die Mitglieder: "In einer sportlich angespannten und auch wirtschaftlich herausfordernden Situation unseres Klubs dürfen nicht Nebenkriegsschauplätze in den Mittelpunkt rücken und Kräfte binden, die wir für unseren gemeinsamen Erfolg brauchen". So kam es zu Missverständnissen (.), die dem Ansehen von Mainz 05 nicht gedient haben.

Kaluza zog mit diesem Schritt die Konsequenzen aus einem Machtkampf in Mainz.

Der Rücktritt würde ihm schwerfallen, sei aber "unumgänglich", denn, so führte Kaluza aus: "Es darf in unserem Verein nicht das Interesse des Einzelnen, von wem auch immer, über dem Wohl des Vereins stehen".

Kaluza hatte erst im Juni die Nachfolge von Harald Strutz angetreten, war wegen Alleingängen und peinlichen Auftritten in der öffentlichkeit massiv in die Kritik geraten. Auf die ihm eigentlich zustehende Aufwandsentschädigung verzichtet der 63-Jährige. In den letzten Wochen war er von Aufsichtsrat und Geschäftsführung komplett isoliert und zum Rücktritt gedrängt worden.

Kaluza bedankte sich bei Sportdirektor Schröder für die "vertrauensvolle und sachorientierte Zusammenarbeit".

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