Fußball: Peter Stöger nicht mehr Köln-Trainer - Vertrag aufgelöst

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Als oben im großen Saal des Geißbockheims warme Worte seitens des 1. FC Köln für die Verdienste der entlassenen Peter Stöger und Manfred Schmid gesprochen wurden, schritten die beiden unten zum Mannschaftstrakt, um sich von all ihren "Jungs", wie sie die Spieler nannten, zu verabschieden. Das aktuelle Tabellenschlusslicht der deutschen Fußball-Bundesliga gab am Sonntag die Trennung vom 51-jährigen Wiener bekannt. "Es ist im Sinne des Klubs und vor allem der Mannschaft, dass jetzt eine Entscheidung getroffen wurde und Klarheit herrscht".

Der Eiertanz hat ein Ende: Der 1. FC Köln hat sich zum wohl unglücklichsten aller Zeitpunkte von seinem Rekord-Trainer Peter Stöger getrennt.

Auch das Geheimnis des Stöger-Nachfolgers scheint kein Geheimnis mehr zu sein. "Jedes einzige Spiel wird ein Endspiel sein". Für ihn war das Auswärtsspiel auf Schalke sein letztes als FC-Trainer. "Um sich voll auf diese wichtige Partie fokussieren zu können, haben wir entschieden, dies erst am Sonntag zu kommunizieren".

Mit 1634 Arbeitstagen und 168 Pflichtspielen in Folge ist Peter Stöger der dienstälteste Trainer der FC-Historie. Seither ging es aber rapide bergab.

Zuvor hatte die Mannschaft beim Tabellendritten Schalke 04 zumindest einen Teilerfolg geschafft. In der laufenden Saison holten die Kölner in 14 Runden erst drei Punkte. Wehrle bestätigte, dass man dem Coach Anfang November nach dem 0:3 gegen Hoffenheim gesagt habe, dass man in Gespräche mit anderen Trainern einsteige: "Das war für ihn in Ordnung". "Dann haben sich Dinge verändert, auch beim Peter".

Am Freitag habe man schließlich "gemeinschaftlich" die Trennung beschlossen. "Bis zuletzt haben wir gehofft", sagte FC-Präsident Werner Spinner. Leider ist diese Überzeugung jedoch trotz des positiven Resultats auf Schalke nicht mehr ausreichend vorhanden. Deshalb halte man es für unabdingbar, einen neuen Impuls zu setzen. Doch diese Salamitaktik mochte der Trainer nicht länger mitspielen. Natürlich ist hier der Abgang von Anthony Modeste im Sommer, mit 25 geschossenen Toren klare Lebensversicherung des FC in der Vorsaison, als entscheidender Faktor zu nennen: Er konnte keinesfalls adäquat ersetzt werden, trotz der kolportieren 26 Millionen Euro, die der Transfer den Kölnern in die Kassen gespült hat. "In der Winterpause werden wir uns wieder zusammensetzen", kündigte Wehrle an.

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