Die Frauenbewegung #MeToo ist "Person des Jahres"

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Das US-Magazin "Time" hat die Frauen, die die #MeToo-Bewegung mit Enthüllungen über sexuelle Übergriffe von Männern ins Rollen brachten, zur Person des Jahres 2017 erklärt. Fowler hatte eine Unternehmenskultur voller Sexismus beim Fahrdienstanbieter Uber beschrieben, die Firmenchef Travis Kalanick schließlich aus dem Amt trieb. "Das ist der am schnellsten um sich greifende soziale Wandel, den wir in Jahrzehnten gesehen haben und alles begann mit dem Mut von Hunderten von Frauen - und ein paar Männern - die sich entschlossen haben, zu reden und ihre Geschichte zu erzählen", so Time-Chefredakteur Edward Felsenthal in der NBC-Show "Today".

Nachdem der Skandal um den jahrzehntelangen Missbrauch durch Hollywood-Mogul Harry Weinstein eine Welle von Empörung losgetreten hatte, formierte sich auf den Sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #MeToo eine Bewegung, die sexuelle Belästigung und Missbrauch thematisierte. Das amerikanische "Time"-Magazin verleiht diese Auszeichnung seit 1927". Unter den früher Gewürdigten waren auch Adolf Hitler, Königin Elizabeth II. oder Nelson Mandela.

2016 kürte es US-Präsident Donald Trump zur einflussreichsten Person. Trump war "Person des Jahres" 2016. Ebenfalls genannt waren der Footballer Colin Kaepernick, der mit knieendem Protest während der US-Hymne eine Bewegung auslöste, Chinas Präsident Xi Jinping, "Wonder Woman"-Regisseurin Patty Jenkins und der saudische Kronprinz Mohammed".

Trump verwirrte zuletzt mit der Aussage, "Time" habe ihm telefonisch mitgeteilt, dass er "wahrscheinlich" wieder "Person des Jahres" werde.

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