Thyssenkrupp-Aufsichtsratschef: 'Zerschlagung des Konzerns überhaupt kein Thema'

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"Wenn nur ein Standort Nein sagt, kann die IG Metall nicht zustimmen", sagte der frühere Gewerkschaftschef Detlef Wetzel, der die IG Metall im Aufsichtsrat der Stahlsparte von Thyssenkrupp vertritt, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (Dienstag). Dieser stellte die Struktur des Konzerns in Frage und sprach eine mögliche Aufspaltung an.

Der Stahlkonzern ThyssenKrupp ist eine deutsche Industrielegende - aber um die Zukunft des Unternehmens ist heftiger Streit ausgebrochen.

"Eine Zerschlagung des Konzerns ist überhaupt kein Thema", sagte Lehner dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe). Der Aufsichtsratschef trat damit Forderungen von Großaktionär Cevian entgegen, der die Struktur des Mischkonzerns in Frage gestellt hatte.

Im Machtkampf bei Thyssenkrupp mit dem Investor Cevian hat Aufsichtsratschef Ulrich Lehner dem Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger den Rücken gestärkt.

"Das Ergebnis war, dass die einzelnen Bereiche zukunftsfähig und unter der Dachmarke Thyssen-Krupp synergiestiftend und damit stärker sind".

Um Thyssenkrupp zukunftssicher zu machen, soll unter anderem der Stahlbereich mit Tata Steel Europe verschmolzen werden, wogegen die Gewerkschaften protestieren. "Thyssenkrupp ist heute finanziell auf einer stabilen Basis und auf einem guten Weg".

Deutliche Kritik übte Lehner an Cevian: "Wenn sich ein Aktionär in der Art und Weise öffentlich positioniert, dann schadet das dem Unternehmen". "Die Strategie hat nicht das geliefert, was man versprochen hat", hatte Cevian-Gründer Lars Förberg öffentlich erklärt. Er hätte sich gewünscht, offen und konstruktiv miteinander zu reden - zum Wohle des Unternehmens.

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