Schlag gegen die "Dynamo-Armee" - Razzien in Dresden und Umgebung

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Einzelheiten wollen die Karlsruher Ermittler um 14.00 Uhr auf einer Pressekonferenz in Dresden nennen.

"Krieg dem DFB" Karlsruhe deshalb, weil in dieser Stadt rund 1.500 Dynamo-Hooligans im Mai für bürgerkriegsähnliche Zustände sorgten. Die Beamten erlitten "schmerzhafte Knalltrauma", wie es in der Mitteilung heißt. Ihre einheitliche militärähnliche Kleidung mit dem Aufdruck "FOOTBALLARMY DYNAMO DRESDEN" und das martialische Transparent "KRIEG DEM DFB" hat der Truppe bundesweit mediales Aufsehen gesichert. Insgesamt betrug die Zahl der zu Schaden gekommenen Personen 36. Beim sogenannten Fanmarsch wurden 21 Polizisten verletzt, die aus der marschierenden Masse mit Pyrotechnik beworfen wurden.

Bei der jetzigen Razzia in 33 Wohnungen und Geschäftsräumen wurden zeitgleich auch Objekte in Brandenburg, Baden-Württemberg und der Schweiz durchsucht. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe ermittelt wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Versammlungs- und das Sprengstoffgesetz.

Außerdem überrannte die selbsternannte Dynamo-Armee auf ein Signal hin "mit massiver Körpergewalt die Einlasskontrollen". Dabei verletzten sie mehrere Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. "Dresdner Fans, die ohne einheitliche Tarnkleidung in den Gästeblock kamen, wurden mit Körpergewalt hinausgedrängt". Sie werden beim Polizeipräsidium Karlsruhe von einer Ermittlungsgruppe "Dynamo" geführt. Zudem wurden Teilausschlüsse der Fans bei zwei Auswärtsspielen beschlossen.

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