Über Puigdemont wird Mitte Dezember entschieden

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Das Oberste Gericht in Madrid lehnte am Montag einen Antrag des Politikers auf Freilassung ab.

Neben diesen fünf Beschuldigten müssen sich Kataloniens Ex-Vizepräsident Oriol Junqueras und weitere ehemalige katalanische Kabinettsmitglieder einem Gericht in Spanien stellen. Auch drei weitere Vertreter der Unabhängigkeitsbewegung bleiben vorerst in Haft. Das berichtete das spanische Fernsehen unter Berufung auf Gerichtsunterlagen. Ihm wird unter anderem Aufruf zur Rebellion vorgeworfen.

Gleichzeitig ist der ehemalige katalanische Regierungspräsident Carles Puigdemont am Montagmorgen zur Anhörung über seine Auslieferung an Spanien vor einem belgischen Untersuchungsgericht erschienen. Dies bestätigte eine Gerichtssprecherin in Brüssel. Puigdemont und vier seiner früheren Minister würden mindestens bis zum 21. Dezember und möglicherweise sogar bis Mitte Januar in Brüssel bleiben, sagte sein Anwalt Jaume Alonso Cuevillas am Samstag dem katalanischen Radiosender Rac1.

Die spanische Justiz wirft den katalanischen Politikern Rebellion, Aufwiegelung und Veruntreuung öffentlicher Gelder vor.

Am Montag will das Oberste Gericht in Madrid über die Entlassung zehn katalanischer Unabhängigkeitsführer aus der Untersuchungshaft entscheiden. Bei dem aktuellen Verfahren handelt es sich um die erste Instanz. Die Inhaftierten, acht ehemalige Regionalminister und die beiden Anführer der wichtigsten Unabhängigkeitsbewegungen, hoffen auf Entlassung, um am Wahlkampf teilnehmen zu können. Gegen Puigdemont liegt ein europäischer Haftbefehl vor; er ist in Belgien unter Auflagen auf freiem Fuß. Es drohen langjährige Haftstrafen.

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