Premierministerin May zu Brexit-Gesprächen in Brüssel

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EU-Ratspräsident Donald Tusk zeigte sich am Montag nach einem Telefongespräch mit dem irischen Ministerpräsidenten Leo Varadkar optimistisch. Unterhändler hatten Kompromissformeln zu den drei wichtigsten Streitfragen gefunden. Zuletzt mehrten sich insgesamt Hinweise darauf, dass es bei einem Treffen von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit der britischen Premierministerin Theresa May an diesem Montag zu einer Grundsatzeinigung über die Modalitäten des Brexits kommen könnte.

London - Großbritannien und die EU stehen bei den Brexit-Verhandlungen einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor der Klärung eines der zentralen Knackpunkte: die Regelung des Grenzverkehrs zwischen Nordirland und Irland nach einem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Staatengemeinschaft. Der EU-Chefunterhändler Michel Barnier hatte May deshalb aufgefordert, klarzustellen zu welchen Zugeständnissen Großbritannien bereit ist, um wie geplant 2019 die Union zu verlassen. London will die Streitpunkte möglichst rasch klären, um dann über künftige Handelsbeziehungen diskutieren zu können. Während die britische Regierung keine "harte Grenze" zwischen Irland und Nordirland will, fordern Irland und andere EU-Länder eine konkrete Idee, wie das ohne Zollkontrollen und Grenzschutzmaßnahmen funktionieren soll.

Ob die Zeit dafür reif ist, wollen die Staats- und Regierungschefs der EU bei ihrem Gipfeltreffen am 15. Dezember entscheiden.

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