Goretzka: "Ich heiße nicht Zinedine Zidane"

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Der FC Schalke 04 verpasste eine Woche nach dem spektakulären 4:4 nach 0:4-Rückstand im Revierderby bei Borussia Dortmund den Sprung auf den zweiten Platz.

Nach seinem Kopfstoß gegen Salih Özcan sah Leon Goretzka nicht Rot. Wenn er eine Tätlichkeit gesehen hätte, dann hätte er mich zur Seite gezogen. Das "impulsive Aufstehen" bekam der Kölner Salih Özcan, der den Mittelfeldspieler zuvor gefoult hatte, zu spüren: Goretzka rammte ihm den Kopf in den Bauch.

"Das geht nicht, das weiß er selber auch", tadelte Schalke-Trainer Domenico Tedesco bei Sky.

Ein Nachspiel oder gar eine Sperre droht Goretzka offenbar nicht, denn Schiedsrichter Tobias Stieler hatte die Szene wohl bereits während des Spiels gesehen und mit beiden betroffenen Akteuren das Gespräch gesucht. Ich gebe zu, dass es unglücklich aussieht.

Natürlich lag der Vergleich nahe, aber der vermeintliche Übeltäter räumte umgehend mit einem Generalverdacht auf: "Ich heiße nicht Zinédine Zidane", ließ Nationalspieler Leon Goretzka am Samstagabend wissen - was zunächst einmal sachlich genommen richtig war: "Es ist unnötig, darüber zu diskutieren". Für Goretzka keine Absicht. Zidane, Weltklasse-Franzose mit dem Hang zu Rambo-Attacken, hatte in seinem letzten Länderspiel im WM-Finale 2006 Gegenspieler Marco Materazzi per Kopfstoß niedergestreckt und war vom Feld geflogen.

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