Deutschland schränkt diplomatische Beziehungen zu Nordkorea ein

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Russland hat Forderungen der USA nach einer Einstellung der Beziehungen zu Nordkorea zurückgewiesen.

Zudem forderte die US-Regierung alle Länder auf, ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit Pjöngjang zu beenden, sagte die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats, der am Mittwoch über die Lage beriet.

Die weitergehende US-Forderung nach dem Abzug des deutschen Botschafters wies der CDU-Politiker in der "Heilbronner Stimme" (Freitag) als sinnlos und kontraproduktiv zurück - "denn es gibt nur eine politisch-diplomatische Möglichkeit zu verhindern, dass der nordkoreanische Diktator eine weitreichende atomare Rakete erwirbt".

US-Präsident Donald Trump hat kurz nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest eine Warnung an Pjöngjang ausgesandt: "Wir werden uns darum kümmern", sagte Trump am Dienstag im Weißen Haus. Trump hatte bereits bei seinem ersten Auftritt vor der UNO im September Nordkorea mit der "völligen Zerstörung" gedroht.

Trump kündigte neue Strafmassnahmen gegen Nordkorea an.

Nordkorea hatte am Mittwoch eine Interkontinentalrakete vom Typ Hwasong-15 getestet. Kim erklärte, der Test habe seinem Land geholfen, das Ziel einer Atommacht zu erreichen.

Nach Erkenntnissen des US-Verteidigungsministeriums handelte es sich um eine Interkontinentalrakete, die aber nach nur etwa eintausend Kilometern vor der Ostküste Nordkoreas ins Meer gestürzt sei. Der neue Waffentest stieß international auf scharfe Kritik. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres sprach von einem "klaren Verstoß" gegen UNO-Resolutionen. China äußerte seine "große Sorge" und zugleich die Hoffnung auf eine "friedliche Beilegung" des Konflikts. Die USA haben wiederholt auch China gedrängt, Einfluss auf Nordkorea zu nehmen.

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