Polit-Künstler provozieren weiter in Höcke-Wohnort

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Bislang hatte der Absender dieser Nachricht, das "Zentrum für politische Schönheit" (ZPS) eine ganz andere Version verbreitet. Plakate, die gegen den AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke gerichtet sind, stehen an der Landesstraße nach Bornhagen, dem Wohnort des AfD-Politikers.

Nach Berichten der Thüringer Allgemeinen sind auf den Wahlplakaten nicht nur das NPD-Logo und Höckes Gesicht zu sehen, auch der Name "Landolf Ladig" ist zu finden. Die Aktionskünstler griffen damit die These des Soziologen Andreas Kemper auf, dass Höcke 2011 und 2012 unter dem Pseudonym "Landolf Ladig" rechtsextreme und staatsgefährdende Texte in einer NPD-Zeitschrift veröffentlicht haben soll. Mit Plakaten haben es die Mitglieder der Gruppe aber nicht bewenden lassen. Diesen Punkt hat sie auch in ihrem Antrag auf Parteiausschluss von Björn Höcke eingebracht, über den eine Entscheidung weiter aussteht. In der vergangenen Woche waren sie bundesweit in den Schlagzeilen, weil sie gegenüber Höckes Wohnhaus einen Nachbau des Berliner Holocaust-Mahnmals enthüllten.

Bornhagen Björn Höcke Holocaust-Mahnmal

Ergänzend verteilten die Aktivisten 12.400 Flugblätter in den umliegenden Orten, wie eine Sprecherin gegenüber der "Thüringer Allgemeinen" bestätigte. Das hatte Höcke im Januar als "Denkmal der Schande bezeichnet". Unbekannte haben in der Nacht das NPD-Logo aus den Plakaten geschnitten.

Laut einer Polizeisprecherin haben Beamte, die seit Tagen in Bornhagen sind, den Sachverhalt bereits aufgenommen und an die zuständigen Ordnungsbehörden im Landkreis Eichsfeld weitergeleitet.

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