Nordkorea provoziert mit neuem Raketentest

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TV-Nachrichten in Seoul: Die Flugbahn der getesteten Rakete aus dem Norden.

Nordkorea sieht sich nach seinem jüngsten Raketentest in der Lage, das gesamte Gebiet der USA anzugreifen. Eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini bezeichnete den Raketenabschuss als schwere Provokation und ernste Bedrohung für die internationale Sicherheit. Sie bedrohe potenziell jedes Land der Erde.

Immerhin fast zweieinhalb Monate lang hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un keine Atombombe testen und keine Rakete abfeuern lassen. Kim habe "mit Stolz erklärt, dass wir nun unser großes historisches Ziel erreicht haben, unsere staatliche Atomstreitmacht zu vervollständigen", hieß es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA. Auffällig verhalten hingegen fiel Trumps Reaktion aus: "Das ist eine Situation, mit der wir umgehen werden", sagte der US-Präsident. Nach einem Telefonat veröffentlichten die beiden Politiker eine gemeinsame Erklärung. Moon warnte eindringlich vor einer weiteren Eskalation durch Nordkorea oder die USA. Es sei wichtig, dass die Situation nicht außer Kontrolle gerate, sagte Moon laut einer Stellungnahme. Man müsse verhindern, dass die USA einen Präventivschlag in Erwägung zögen. "Dies ist ein weiterer Bruch zahlreicher UN-Sicherheitsrats-Resolutionen, der die regionale und internationale Sicherheit untergräbt", teilte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg mit.

Bereits im Juli hatte Nordkorea zwei Interkontinentalraketen getestet. Angesichts der Höhe könnte die Reichweite US-Experten zufolge bei rund 13 000 Kilometern liegen. Am Ende sei die Rakete 960 Kilometer weiter vor der Westküste Japans ins Meer gestürzt. Damit wären alle US-Metropolen erreichbar.

Nordkoreas Propaganda-Apparat feierte den Raketentest entsprechend. Raketentest in diesem Jahr. Gestern kündigte Trump "neue bedeutende Sanktionen" gegen Nordkorea an.

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