Herrmann triumphiert sensationell im Sprint

Einstellen Kommentar Drucken

Denise Herrmann hat die erkrankte Biathlon-Königin Laura Dahlmeier hervorragend vertreten und zweieinhalb Monate vor Olympia ein echtes Ausrufezeichen gesetzt: Die 28 Jahre alte Umsteigerin aus Oberwiesenthal triumphierte beim Sprint über 7,5 km im schwedischen Östersund trotz eines Schießfehlers nach einer bärenstarken Laufleistung und holte die mit Abstand beste Weltcup-Platzierung ihrer noch jungen Biathlon-Karriere.

Platz 13 durch Franziska Hildebrand als beste im Team war das schlechteste Ergebnis der deutschen Damen im Weltcup seit 2009. Ich wusste, dass ich gut drauf bin. Aber das im Weltcup rüberzubringen, damit habe ich geliebäugelt, aber dass es umgesetzt habe, freut mich umso mehr. Rang in der vergangenen Saison im Sprint das beste Resultat der ehemaligen Langläuferin gewesen. "Ich bin begeistert. Es ist erstaunlich, wie schnell sie in der Weltspitze angekommen ist". Herrmann, die sich damit auch für die Olympischen Winterspiele qualifizierte (9. Februar bis 25. Februar), siegte mit 15,2 Sekunden Vorsprung vor der Französin Justine Braisaz und vor Julija Dschyma aus der Ukraine (+19,6 Sekunden). "Sie kann sich sehr gut fokussieren", lobte Bundestrainer Gerald Hönig seine Läuferin. Franziska Preuss in den 30 und Karolin Horchler sind beim Verfolgungsrennen am Sonntag auch mit von der Partie.

Herrmann war schon mit hohen Erwartungen an den Start gegangen. Aber nicht nur deshalb war die Zuversicht vor dem Sprint groß. Bei den deutschen Meisterschaften im September gewann Herrmann neben Massenstart und Verfolgung auch den Sprint, zuletzt fuhr sie in dieser Disziplin auch im zweitklassigen IBU-Cup einen Erfolg ein.

Trotz eines enttäuschenden Einzels gehen am Samstag (14.45 Uhr) die Männer ambitioniert in ihr Sprintrennen über 10 km.

Comments