Test: "Sehr gute" Zahnpasta gibt es schon für 65 Cent

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Das Ergebnis: Wer eine sehr gute Zahnpasta möchte, muss dafür nicht viel ausgeben. Die Tester haben deshalb die Liste der Inhaltsstoffe überprüft. Dass die nicht teuer sein muss, beweist der aktuelle Vergleich der Stiftung Warentest. Zwei Pasten, die auf Fluorid verzichten, fallen daher im Test durch. So lautet das Ergebnis der Stiftung Warentest nach einem Vergleich von 28 Zahncremes.

Ein wichtiger Punkt für die Bewertung war auch die Abriebstärke. Denn die Paste soll nicht nur Beläge, sondern auch unschöne Verfärbungen durch Kaffee, Tee, Rotwein oder Tabak entfernen. Je nach Größe, Form und Art der beigemengten Putzkörper haben Zahnpasten einen unterschiedlichen Abrieb. Hier empfehlen die Tester eine Zahnpasta mit einem geringen Abrieb - andernfalls können Putzschäden drohen.

Die wichtigste Aufgabe einer Zahnpasta ist, die Zähne vor Karies zu schützen. Diese auch als "Zahnfäule" bezeichnete Schädigung des Zahnschmelzes wird durch bakterielle Zahnbeläge (Plaque) verursacht. Die Plaque-Bakterien bauen Zucker aus unserer Nahrung ab, wobei Säuren entstehen, die den Zahnschmelz angreifen und schädigen. Besonders Kinder und Jugendliche sollten Zahnpasta mit Zink nicht verwenden. Dieser kann vor Plaque, Zahnstein und Mundgeruch schützen. Ein Übermaß an Zink könnte langfristig aber negative Effekte haben, etwa das Immunsystem schwächen, zu Blutarmut und nervenbedingten Bewegungsstörungen führen.

Testsieger bei den Pasten für sensible Zähne ist das Produkt "Odol-med 3 Extreme Clean Tiefenreinigung" (2,63 pro 100 ml, mittlerer Preis 1,97 Euro), welches es trotz eines niedrigen Abriebs schaffte, dunkle Verfärbungen "sehr gut" zu beseitigen. Universalzahnpasten versprechen in der Regel einen Komplettschutz für Zähne und Zahnfleisch und vor allem Schutz vor Karies. Sie bieten keinen Schutz vor Karies. Bei "Biorepair" fehlte zudem ein Hinweis auf der Verpackung über enthaltenes Zink.

Entscheidend für ein gutes Putzergebnis ist der Fluoridgehalt.

Einmal am Tag sollten zusätzlich die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder einem Interdentalbürstchen gereinigt werden. Obst gegessen haben, sollten sie am besten 30 Minuten mit dem Putzen warten, um die Säure nicht noch tiefer in die Zähne zu reiben.

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