Erste UN-Helfer kehren in den Jemen zurück [1:35]

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Flughafenangaben zufolge trafen zwei weitere Maschinen ein.

Eine der Maschinen hat nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef mehr als 15 Tonnen Impfstoffe gegen Diphtherie, Tetanus und andere Krankheiten für das von Seuchen und Hunger geplagte Bürgerkriegsland an Bord.

Die von der von Saudi-Arabien geführten Allianz sunnitischer Staaten verhängte Blockade über die Häfen des Landes blieb aber zunächst in Kraft. Die Allianz sagte eigentlich auch die Freigabe der Häfen Hodeida und Salif am Roten Meer zu. Nach Informationen aus amerikanischen Kreisen hatte US-Außenminister Rex Tillerson beim Verbündeten Saudi-Arabien auf eine Lockerung der Blockaden gedrängt.

Die Saudis hatten angekündigt, dass Hilfsschiffe bis zum Donnerstag Mittag zugelassen werden.

Der Nordjemen steht vor katastrophalen Engpässen im Zusammenhang mit der saudischen Blockade, wobei viele Menschen in den letzten Wochen an Medikamentenmangel starben, Tausende an einer Choleraepidemie sterben, die zu den schlimmsten in der Geschichte der Menschheit gehört, und Warnungen besagen, dass Millionen bald von Unterernährung in den Zustand einer regelrechten Hungersnot übergehen werden. Allein eine Million Kinder ist durch die sich rasch verbreitende Diphtherie gefährdet.

Im September 2014 haben die aus dem Nordwesten des Jemens stammenden schiitischen Huthis in Sanaa die Macht übernommen. Zudem hat die Allianz Anfang November alle Zugänge zum Jemen auf dem See-, Luft- und Landweg abgeriegelt und dies damit begründet, dass die schiitischen Houthi-Rebellen eine Rakete Richtung Riad abgefeuert hätten und vom Iran militärisch unterstützt würden. 2015 griff das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis zugunsten des sunnitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi in den Konflikt ein. Der Iran bestreitet dies. Mindestens 10.000 Menschen kamen bisher ums Leben.

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