Patienten sollen Nebenwirkungen verstärkt melden

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Alle europäischen Arzneimittelbehörden fordern in einer Kampagne dazu auf, ihnen verstärkt Nebenwirkungen von Arzneimitteln zu melden.

Um die Sicherheit von Arzneimitteln zu verbessern, rufen Arzneimittelbehörden Patienten europaweit zur verstärkten Meldung von Nebenwirkungen von Medikamenten auf.

Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mitteilt, liegt der Fokus dabei vor allem auf Meldungen von Nebenwirkungen, die nach der Einnahme rezeptfreier Arzneimittel aufgetreten sind. So sollen Risiken schneller erkannt werden.

Pharmaunternehmen sowie Ärzte und Apotheker beziehungsweise deren Arzneimittelkommissionen sind über ihre jeweilige Berufsordnung zur Meldung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen, den sogenannten Nebenwirkungen, verpflichtet. Die Behörden sind auf belastbare Daten und Risikosignale aus der Praxis angewiesen. Aus den berichteten Symptomen filtern sie diejenigen heraus, die möglicherweise ein erstes Signal für eine bisher unbekannte Nebenwirkung sind. Patienten werden aufgefordert, die Packungsbeilage zu lesen und die Anweisungen zur Dosierung und Einnahmedauer von Arzneimitteln zu beachten.

"Ob nach der Einnahme verschreibungspflichtiger oder rezeptfreier Arzneimittel: Es ist in beiden Fällen wichtig, dass möglichst viele Verdachtsfälle von Nebenwirkungen gemeldet werden", so Prof. Dr. "Das hilft, Risikosignale so früh wie möglich zu erkennen und bei Bedarf Maßnahmen zum Schutz der Patientinnen und Patienten zu treffen", so BfArM-Präsident Karl Broich.

Erfahrungsgemäß werden nicht alle Verdachtsfälle gemeldet. "Wir wollen nicht sagen, dass Arzneimittel gefährlich sind, aber wir wollen Patienten in die Lage versetzen, ihre Medikamente seriös, reflektiert und mit einem kritischen Bewusstsein einzunehmen".

Patienten haben die Möglichkeit, solche Nebenwirkungen auf der Internetseite des BfArM unter www.bfarm.de/uawmelden selbst zu melden.

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