USA beenden Schutzstatus für rund 58.000 Haitianer

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Die USA hatten nach den schweren Erdbeben von 2010 knapp 60.000 Flüchtlinge aus dem armen Karibikstaat aufgenommen. Zur Begründung hieß es, die Verhältnisse in Haiti hätten sich inzwischen deutlich verbessert, so dass ein Schutz nicht länger erforderlich sei. Die Menschen mit vorübergehendem Aufenthaltsstatus hätten 18 Monate Zeit, auf die Karibikinsel zurückzukehren, teilte das US-Heimatschutzministerium mit. Nach Angaben des Ministeriums soll jedoch eine 18-monatige Übergangsfrist bis Juli 2019 den Betroffenen ausreichend Zeit geben, ihre Rückkehr vorzubereiten oder nach anderen legalen Aufenthaltsmöglichkeiten in den USA zu suchen. Aus Sorge vor dem baldigen Ende ihrer vorläufigen Aufenthaltsgenehmigungen waren tausende Haitianer im Sommer über die Grenze nach Kanada geflüchtet, um dort Asyl zu beantragen.

Washington. Die USA haben den Schutzstatus für rund 58.000 Haitianer beendet, der ihnen nach dem schweren Erdbeben 2010 zuerkannt wurde. "Auch fast acht Jahre später herrscht in Haiti noch immer komplette Unordnung, es muss noch viel aufgebaut werden", sagte Mario Diaz-Balart, republikanisches Mitglied im Repräsentantenhaus.

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