Bluthochdruck - neue Richtlinien in den USA

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In Amerika sind die Grenzwerte für Bluthochdruck nach unten korrigiert worden. Zuvor hatte der er bei 140/90 gelegen. Entwickelt wurden die neuen Richtlinien von einer Expertengruppe des American College of Cardiology und der American Heart Association.

Nach einer Neufestlegung der Bluthochdruck-Richtlinien sind in den USA deutlich mehr Menschen von der Erkrankung betroffen als bislang.

"Diese Zahlen machen Angst", sagte Robert Carey von der University of Virginia der "New York Times". Ergebnis der "Sprint"-Studie in den USA war 2015, dass zumindest für bestimmte Bluthochdruck-Patienten ein systolischer Zielwert von 120 günstiger ist als die bisher anvisierten 140".

Folgeerkrankungen wie Herzschwäche oder Herz-Kreislauf-Tod seien auf diese Weise besser vermeidbar.

In den USA ist der Grenzwert, ab dem der Blutdruck als zu hoch gilt, auf 130/80 mmHg gesenkt worden. Würde der Wert gesenkt werden, könnte die Zahl der Betroffenen auch hierzulande deutlich steigen. Nach Angaben der Deutschen Hochdruckliga hätte dann nicht mehr jeder dritte, sondern jeder zweite Deutsche Bluthochdruck. Krämer verwies darauf, dass Menschen mit einem sogenannten hochnormalen Blutdruck bereits durch Änderungen im Lebensstil viel erreichen könnten. Bei chronischem Bluthochdruck steigt unter anderem das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt und Nierenversagen.

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