Metall-Arbeitgeber für flexiblere Arbeitszeiten

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Gesamtmetallpräsident Rainer Dulger hat der Forderung der IG Metall nach kürzeren Arbeitszeiten mit einem Teillohnausgleich aber schon eine klare Absage erteilt: "Kürzere Arbeitszeiten bei Lohnausgleich - das ist eine Stilllegeprämie für Fachkräfte, die zu einer flächendeckenden 28-Stunden-Woche führen würde". "Wenn jemand 28 Stunden arbeitet, dann soll er auch 28 Stunden vergütet bekommen". Außerdem soll ihnen das Recht zugesichert werden, ihre Arbeitszeit für bis zu zwei Jahre von 35 auf bis zu 28 Stunden pro Woche verkürzen zu dürfen, wobei bestimmte Gruppen dafür einen finanziellen Ausgleich von ihrem Arbeitgeber erhalten sollen, etwa wenn sie Schicht arbeiten, Kinder erziehen oder Angehörige pflegen.

Das Ringen um mehr Geld und weniger Arbeit in der Metall- und Elektrobranche beginnt. "Deshalb brauchen wir für Menschen in besonderen Situationen einen teilweisen Ausgleich des fehlenden Verdiensts", sagte Südwest-Landeschef Roman Zitzelsberger. Warum das künftig anders sein solle, verstehe er nicht. "Wer kürzertreten will, kann dies auch heute schon tun, aber ohne Lohnausgleich". Im Mittelpunkt steht ebenfalls die Forderung nach flexibleren Arbeitszeiten, allerdings in einem anderen Sinn als dem von der IG Metall geforderten. "Und das ist ein Systemwechsel, den wir nicht akzeptieren werden", sagte Wolf.

"Hier ist dringend mehr Flexibilisierung notwendig, und zwar auch im Interesse der Arbeitnehmer!" Die gesetzlich geregelte Teilzeit sieht bisher weder eine finanzielle Kompensation vor noch ein generelles Rückkehrrecht zur Vollzeit. Soll heißen: Die Unternehmen müssten unbegrenzt die Möglichkeit bekommen, mit ihren Mitarbeitern eine Arbeitszeit von bis zu 40 Stunden zu vereinbaren. "Und wenn wir da was haben, dann können wir auch darüber reden, dass Menschen, wenn sie es wollen, in bestimmten Situationen reduzieren können auf 28 Stunden - aber ohne Lohnausgleich", sagte Wolf.

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