Trump und Putin: "Keine militärische Lösung für Syrien"

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Die USA und Russland halten nach offiziellen Angaben eine militärische Lösung des Syrien-Konflikts nicht für möglich.

US-Präsident Donald Trump habe seinem russischen Kollegen Wladimir Putin auf die Schulter geklopft, meldete die russische Agentur Interfax. Eine militärische Lösung für den Bürgerkrieg gebe es nicht, hieß es in der Erklärung, die vom Kreml veröffentlicht wurde. Sie trafen nur mehrmals kurz aufeinander und wechselten wenige, aber freundschaftliche Worte. Die zuvor von den Außenministern Sergej Lawrow und Rex Tillerson abgestimmte bilaterale Syrien-Erklärung wurde von Putin und Trump am zweiten Tag des APEC-Gipfels gebilligt. Sie drängten die Konfliktparteien dazu, an den Genfer Friedensgesprächen unter Leitung der UNO teilzunehmen. Die entsprechende Resolution Nr.

Putin und Trump waren sich am Rande eines Gipfeltreffens im vietnamesischen Da Nang begegnet. Dies habe "erheblich dazu beigetragen", der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in den vergangenen Monaten Niederlagen zuzufügen. Russland hat mit dem Iran und der Türkei die Syrien-Gespräche in der kasachischen Hauptstadt Astana ins Leben gerufen, die schneller voranschreiten als der Genfer Friedensprozess. In Astana wurden Sicherheitszonen als Zuflucht für Flüchtlinge vereinbart, deren Bedeutung das Trump-Putin-Papier ausdrücklich unterstrich. Daneben erwähnte die Erklärung die von den USA, Russland und Jordanien garantierte Sicherheitszone im Süden Syriens. Diese Kanäle sollten offengehalten werden "bis zur völligen Vernichtung des IS". Russland hatte die Kommunikation zeitweise geblockt, nachdem die USA im April eine syrische Militärbasis mit Marschflugkörpern angegriffen hatten.

Trump und Putin haben bisher erst einmal direkt miteinander gesprochen, das war beim G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg. Vor der Asien-Reise hatte Trump mehrfach gesagt, er wolle erneut mit dem Kremlchef sprechen.

"Das würde uns wirklich sehr helfen, wenn Russland sich mit um Nordkorea kümmern würde". Dann sagte das Weiße Haus am Freitag die Begegnung wegen angeblicher Terminprobleme ab.

In den USA geht derzeit ein Sonderermittler der Frage nach, ob es im Wahlkampf illegale Absprachen von Trumps Team mit russischen Vertretern gegeben habe.

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