Trump Junior hatte Kontakt zu Wikileaks

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Donald Trump, der Sohn des aktuellen US-Präsidenten, hat bestätigt, Kontakt mit der Enthüllungsplattform Wikileaks zu haben.

In einer seiner Antworten nimmt Trump junior Bezug auf die neuen Clinton-Enthüllungen und schreibt: "Es ist erstaunlich, womit sie alles durchkommt."In einer anderen informiert er sich bei Wikileaks über bevorstehende neue Enthüllungen: "Was hat es mit der Mittwochs-Enthüllung auf sich, von der ich ständig lese?"

Die Plattform Wikileaks suchte im US-Wahlkampf intensiv Kontakt zu Trumps ältesten Sohn. Mit der Veröffentlichung würde die Plattform wieder als unparteiischer wahrgenommen werden, da sie viele zuvor dem Pro-Trump bzw.

In einer weiteren Nachricht bat Wikileaks Trumps Sohn, einen Bericht über Clinton öffentlich zu kommentieren. Trump Jr. entgegnete, er habe dies bereits getan.

Zudem versprach sich die Enthüllungsplattform davon einen Gewinn an eigener Glaubwürdigkeit: Wenn sie Trumps Steuererklärungen veröffentlichte, "dann würde das unser Image der Unparteilichkeit dramatisch verbessern", hieß es in einer Nachricht von Wikileaks. Dies tat er zwei Tage später. Außerdem empfahl Wikileaks, dass Trump sich im Fall einer Niederlage am Wahltag nicht geschlagen geben dürfe, sondern das Ergebnis anfechten müsse. Zwischen Oktober 2016 und Juli 2017 erhielt er immer wieder Anfragen und Nachrichten von den Betreibern des Wikileaks-Twitter-Accounts. Nachdem Trump Jr. diese veröffentlicht hatte, verbreitete er sie aber in dem Kurznachrichtendienst weiter.

Wikileaks hatte im Wahlkampf mehrfach interne Emails der US-Demokraten veröffentlicht, die offenbar aus einem Hackerangriff stammten. In einer E-Mail an ihn ist von einem Versuch der russischen Regierung die Rede, dem älteren Trump zu helfen. Pro-Russland-Lager im Wahlkampf zugeschrieben hatten.

Für Trump Jr. sind die Enthüllungen nicht besonders angenehm.

"Da ist die ganze Kette von Nachrichten mit Wikileaks (mit meinen kolossalen 3 Antworten), die eines der Kongress-Komitees zum selektiven Durchsickern ausgewählt hat". Die Dokumente zeigen eine eher einseitige Kommunikation: Trump ignorierte die meisten Anfragen von Wikileaks. "The Atlantic" hatte berichtet, seine Anwälte hätten diese an die Ermittler im Kongress übergeben.

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