Italien-Coach Ventura: Trotz WM-Aus kein Rücktritt

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Nach dem 0:1 in Stockholm kam die Squadra Azzurra am gestrigen Montagabend in Mailand nicht über ein 0:0 gegen destruktive Schweden hinaus. Auch Carlo Tavecchio, der Präsident der italienischen Verbands (FIGC) will sich 48 Stunden Zeit nehmen, um die weiteren Schritte zu überdenken. Die verpasste Qualifikation wollte er zunächst nicht kommentieren. Bei hitziger Atmosphäre im legendären San Siro übernahmen die Gastgeber von Trainer Gian Piero Ventura schnell die Initiative und drängten auch ohne den gelbgesperrten Spielmacher Marco Verratti auf den Führungstreffer. Jedoch taten sie dies bis zuletzt trotz drückender Überlegenheit ohne Erfolg.

Weil der viermalige Weltmeister das Hinspiel in Schweden 0:1 verloren hatte, findet im kommenden Jahr in Russland erstmals seit 60 Jahren wieder ein WM-Turnier ohne die Italiener statt. 1958 hatten die Italiener an den Titelkämpfen das einzige Mal gefehlt; 1930 hatten sie freiwillig auf eine Teilnahme verzichtet. Nicht zum ersten Mal in der jüngeren Vergangenheit offenbarten die Italiener in der entscheidenden Zone Probleme mit dem letzten Pass. Auf der Gegenseite blieb die Pfeife bei zwei ähnlich strittigen Zweikampf-Szenen stumm. Am Kampf fehlte es nicht, aber an der Coolness.

Der Vertrag des 69-Jährigen war im August erst bis 2020 verlängert worden. Verbandschef Tavecchio stand schon vor dem Spiel am Montag in der Kritik.

Die Schweden um den Leipziger Bundesligaprofi Emil Forsberg haben dagegen gute Chancen, sich erstmals seit 2006 wieder für eine WM zu qualifizieren.

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