Doomsday Warnung an die Menschheit von 15.000 Wissenschaftlern unterzeichnet

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Eine prophetische "Warnung an die Menschheit", die die Gefahren der Erde aufzeigt, wurde von mehr als 15.000 Wissenschaftlern aus der ganzen Welt veröffentlicht.

Die Forscher ziehen daraus eine düstere Bilanz: "Wir riskieren unsere Zukunft, indem wir unseren intensiven materiellen Konsum nicht reduzieren und das Bevölkerungswachstum nicht als Hauptgrund vieler Umwelt- und gar Gesellschaftsprobleme anerkennen". Insgesamt 15.364 Wissenschaftler aus 184 Ländern haben den Appell unterschrieben. Dass ihr Schreiben so viele Unterzeichner bekommen würde, hatten sie nicht erwartet.

Das achtköpfige Autorenteam greift für seine Übersicht auf Daten von nationalen Behörden, Organisationen und Forschern zurück.

Vor allem durch den Eintrag von Dünger und Erdöl hat die Zahl sauerstoffarmer Todeszonen in den Ozeanen um etwa 75 Prozent zugenommen. Darüber hinaus sind zwischen 1990 und 2015 mehr als 120 Millionen Hektar Wald abgeholzt worden, ein Gebiet etwa so groß wie Südafrika.

Der Kohlendioxid-Ausstoß und die durchschnittliche Temperatur sind weltweit gestiegen. Um letztere steht es ebenfalls schlecht: Seit 1992 sank die Zahl der Säugetiere, Reptilien, Amphibien, Vögel und Fische um 29 Prozent.

Die Warnung der Weltforschergemeinde kommt zum Jubiläum der ersten gemeinsamen Warnung vor 25 Jahren.

Deshalb hatten die Forscher neun drängende ökologische Problemfelder beschrieben, unter anderem den Klimawandel, die Waldabholzung und das Schwinden der Arten. Seitdem hat sich nur wenig getan - "alarmierenderweise hat sich das meiste sogar verschlechtert", heißt es in dem Aufruf.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass politische Maßnahmen noch etwas bewirken könnten - damit die Politik aber reagiert, müsse der öffentliche Druck auf sie erhöht werden. Wissenschaftler, einflussreiche Personen in den Medien und Bürger sollen darauf bestehen, dass ihre Regierungen handeln. Allerdings sehen die Forscher die Verantwortung nicht nur in der Politik: "Es ist auch an der Zeit, dass wir unsere individuellen Verhaltensweisen überdenken und verändern".

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