Angeschossener Soldat aus Nordkorea im Krankenhaus

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Ein nordkoreanischer Soldat ist am Montag nach Südkorea geflüchtet. "Die Räder gerieten auf der nördlichen Seite der militärischen Demarkationslinie in einen Graben, der Wagen hatte die Grenze noch nicht passiert". Zwischen Nord- und Südkorea habe es keinen Schusswechsel gegeben, teilte das Ministerium in Seoul mit. Wie schwer die Verletzungen des geflohenen Soldaten sind, war zunächst unklar.

Panmunjom befindet sich in der vier Kilometer breiten entmilitarisierten Zone, entlang der beide Seiten Hunderttausende von kampfbereiten Soldaten stationiert haben.

Dabei sei er von nordkoreanischen Militärs angeschossen worden, derzeit werde er in einem Krankenhaus in Südkorea behandelt, hieß es weiter. Seitdem sind rund 30.000 Nordkoreaner nach Südkorea geflohen, die meisten aber über China. Aus dem weitgehend abgeschotteten Norden der koreanischen Halbinsel fliehen jedes Jahr zahlreiche Menschen vor Hunger und Unterdrückung.

"Ein Soldat aus Nordkorea lief von der Wache an der nordkoreanischen Seite der demilitarisierten Zone in unsere Richtung über, wonach er zu unseren Militärs gelangte", zitiert die Agentur die Erklärung des Stabs. Zuletzt war dies im Juni einem Nordkoreaner gelungen. In dem Ort wurde nach dem Koreakrieg von 1950 bis 1953 der Waffenstillstand unterzeichnet, der bis heute gilt. Die Spannungen auf der Koreanischen Halbinsel und in der gesamten Region haben sich durch mehrere Atom-und Raketentests der nordkoreanischen Führung massiv erhöht. Gegen Nordkorea wurden deshalb mehrfach UN-Sanktionen verhängt, das verarmte Land ist international weitgehend isoliert.

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