2018 kommt die erste Barbie mit Hidschab

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"Sheroe" setzt sich aus den englischen Wörtern "she" (sie) und "hero" (Held) zusammen.

Im Herbst nächsten Jahres soll eine Puppe hinzukommen, für die die amerikanische Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad als Vorbild dient.

Die Puppe trägt ein muslimisches Kopftuch, das Haare, Hals und Brust bedeckt. Sie sorgte bei den Olympischen Spielen in Rio für Schlagzeilen, da sie die erste Amerikanerin war, die mit einem Hidschab antrat. Sie gewann mit ihrem Team die Bronze-Medaille. "Wir hoffen, diese Puppe zeigt Mädchen, dass sie alles sein können", erklärt der Spielehersteller mit Sitz in El Segundo in Kalifornien.

Der Hidschab bezeichnet des traditionelle islamische Kopftuch. Die Reaktionen fallen höchst unterschiedlich aus. Die neue Barbie solle demonstrieren, "dass Mädchen alles können". Manche Nutzer schrieben, sie erwarteten dazu klare Worte von jenen Feministinnen, in der Vergangenheit das unrealistische Körperbild von Barbie kritisiert hatten. Mattel habe sie aufgefordert, dem Gesicht dieser speziellen Barbie einen starken Eyeliner zu verpassen und die Beine der Puppe deutlich athletischer und stärker zu formen. "Das bunte und tolerante Weihnachten kann kommen", hieß es.

Neben der Säbelfechterin Muhammad gibt es in dem Programm zum Beispiel auch die preisgekrönte Regisseurin Ava DuVernay im Barbie-Format - eine dunkelhäutige Frau mit schwarzen Haaren. "Damit ist für mich ein Kindheitstraum wahr geworden". Für Ibtihaj Muhammad geht damit ein lang gehegter Traum in Erfüllung: "Ich bin stolz darauf, dass kleine Mädchen überall nun mit einer Barbie spielen können, die Hidschab trägt", sagt sie. Sie wolle ein Vorbild für muslimische Mädchen schaffen, erklärte die Bloggerin damals.

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