Saudi-Arabien hebt Blockade des Jemen teilweise wieder auf

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Die Huthis beschlossen, eine militärische Reaktion anzudrohen, nachdem Generalmajor Yousef al-Madani am Samstag mit Führern der Marine-, Küsten- und Küstenschutztruppen zusammentraf. Er bekräftigte, dass "nur diejenigen, die unser Land angreifen", ein Ziel sein werden. Die Koalition hatte am vergangenen Montag die Flug- und Seehäfen geschlossen. Sie reagierte damit auf einen Angriff der schiitischen Houthi-Rebellen am Wochenende auf die saudische Hauptstadt Riad mit einer Rakete. Saudische Kampfflugzeuge griffen das Verteidigungsministerium an. Dem Land drohe eine der größten Hungerkatastrophen weltweit.

Hilfsorganisationen warnten jedoch, die Blockade verschlimmere die ohnehin schon dramatische humanitäre Lage im Jemen noch weiter. Der Waffenschmuggel des Irans an die Huthis müsse unterbunden werden. Teheran unterstützt die Huthis, die große Teile im Westen des Landes kontrollieren, wo auch ihr Hauptsiedlungsgebiet ist. Sie blockiert die Bereitstellung lebenswichtiger humanitärer Hilfe für Kinder in Not im Jemen. "Und es macht die katastrophale Situation für Kinder noch viel schlimmer", kommentierte Meritxell Relano, UNICEF-Beauftragte im Jemen. Wegen der Blockade könnten Impfstoffe gegen Kinderlähmung und Masern nicht nach Jemen geliefert werden.

"Diese Rettungsleine muss offen gehalten werden, und es ist absolut notwendig, dass der Einsatz des Humanitären Flugdienstes der Vereinten Nationen (UNHAS) ungehindert weiterlaufen darf", betonte Jens Laerke von den Vereinten Nationen. Der schiitische Iran, ein Rivale des sunnitischen Saudi-Arabiens, unterstützt im Jemen die Rebellen. Das von Saudi-Arabien angeführte Bündnis bombardiert seit Frühjahr 2015 regelmäßig Stellungen der Rebellen. Nach den jüngsten Zahlen der UN hat der inzwischen dreijährige Konflikt bisher mehr als 5.000 Zivilisten das Leben gekostet und fast 9.000 Verletzte hervorgebracht.

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