CO2-Ausstoß steigt wieder an - Rekordhoch für 2017 erwartet

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Sie haben auch aber eine gute Nachricht, wenn es um den Zusammenhang zwischen Wirtschaftsleistung und Energieverbrauch geht. "Wir müssen die Emissionen rasch reduzieren, um die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen", ergänzt Le Quéré.

Der weltweite Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid (CO2) ist einer wissenschaftlichen Studie zufolge in diesem Jahr gestiegen - und nicht wie in den drei vorhergehenden Jahren weitgehend stabil geblieben. Mit einem durchschnittlichen Anstieg von mehr als sechs Prozent in den Jahren des vergangenen Jahrzehnts schwächt sich die Zunahme der CO2-Emissionen jedoch ab. Nach einer Berechnung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen stieg die Nachfrage nach Gas, Öl und Braunkohle, während der Absatz von Steinkohle um annähernd acht Prozent sank. "Der weltweite CO2-Ausstoß scheint wieder stark zu steigen".

Experten zufolge werden bis Jahresende insgesamt 41 Gigatonnen Kohlendioxid (CO2), also 41 Milliarden Tonnen, in die Atmosphäre gelangt sein. Diese haben augenscheinlich getrogen. In diesem Jahr erscheint der Bericht zum zwölften Mal und wird vom Global Carbon Project herausgegeben. Dieser Anstieg macht deutlich, dass der Höchststand an Emissionen noch immer nicht erreicht ist. Bei ungebremsten Emissionen sei das verbliebene Budget der Welt für weitere Kohlendioxidemissionen, in 20 bis 30 Jahren aufgebraucht.

In der genaueren Betrachtung ergibt sich ein differenziertes Bild. Vor allem die verringerte Kohlenutzung, eine verbesserte Energieeffizienz sowie ein Boom bei den erneuerbaren Energien wie Windkraft und Solarenergie hätten maßgeblich dazu beigetragen. In China trägt die verstärkte Verbrennung von Kohle, Öl und Gas dabei den Hauptanteil. China allein steht beispielsweise heute schon für 28 Prozent der globalen Emissionen.

Die Analyse zeigt: Vor allem in China steigt der Ausstoß - ebenfalls nach einer dreijährigen Pause - wieder an, und zwar um 3,5 Prozent.

Die Zeichen für die nähere Zukunft seine gemischt, schreiben die Forscher. Bereits 2030 werden sie für rund drei Viertel der globalen Emissionen verantwortlich sein. Im Kern sind dies die EU-Staaten um Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Polen sowie die Schweiz, die Ukraine und die Vereinigten Staaten - trotz der ausgesprochenen Pro-Kohle-Politik von Präsident Donald Trump. Auch für die USA bilanzierten die Forscher einen Rückgang um 0,4 Prozent. Die Schätzungen des Internationalen Währungsfonds liegen sogar noch höher.

Bis Ende 2017 werden die weltweiten CO2-Emissionen der Studie zufolge etwa 41 Gigatonnen betragen.

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