Vorfall mit Mietwagen war kein Anschlag

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Zeugenbefragungen haben ergeben, dass der Autofahrer von der Straße abgekommen sei, weil er einem wendenen Auto ausweichen wollte.

Berlin - (Erstmeldung) Zu einem außergewöhnlichen Vorfall gestern Abend in Wittenau ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz.

Der Unfall mit einem Mietwagen hatte sich am Freitagabend im Bezirk Reinickendorf in der Nähe einer Bushaltestelle und eines S- und U-Bahnhofes ereignet.

Nachdem in Berlin-Reinickendorf ein Mann mit einem Mietwagen auf einen Fußweg gerast ist, geht die Polizei nach Angaben von Innensenator Andreas Geisel (SPD) von einem "Verkehrsunfall mit Fahrerflucht" aus. Nach dem Fahrer wird noch gefahndet.

"Die bisherigen Erkenntnisse zum Hergang deuten darauf hin", sagte Geisel am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir hatten in der Tat zwischenzeitlich die Befürchtung, dass es sich um einen versuchten Terroranschlag handeln könnte". Zwölf Menschen kamen ums Leben.

Nach allem, was wir jetzt wissen - und das ist ein seriöser Erkenntnisstand - ist es tatsächlich so, dass unmittelbar nach dem Ausweichmanöver auf dem Wilhelmsruher Damm in Fahrtrichtung Westen der Fahrer auf den Bürgersteig fuhr, fahren musste, dort nah vorbeifuhr an einigen Menschen, die dort standen und dann tatsächlich, nach jetzigem Stand, eine Unfallflucht begangen hat. Vermutlich um einen Zusammenstoß mit dem wendenden Auto zu verhindern, wich der Fahrer des Mercedes nach rechts aus.

Er habe einen Bus am Heck gestreift und sei gegen einen geparkten Roller gefahren. Mieter des Wagens sei ein Marokkaner, bestätigte die Polizei. Anschließend wendete der Fahrer und fuhr über den Bürgersteig der gegenüberliegenden Fahrbahnseite.

Zeugen hatten das Kennzeichen des flüchtenden Autos abgelesen. Noch in der Nacht wurde die Wohnung des Fahrzeugmieters durchsucht - er selbst wurde nicht angetroffen. Bisher sei aber nicht klar, ob der Mieter des Wagens auch am Steuer gesessen hat, sagte eine Sprecherin. Die Polizei stellte Beweismittel sicher.

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